Reorganisation von Produktionsnetzwerken

Das von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Projekt „Industrielle Internetplattformen, Restrukturierung von Produktionsnetzwerken und Arbeit in China und Deutschland“ untersucht die Reorganisation von Produktionsnetzwerken in China und Deutschland in Folge des Einsatzes des „Internets der Dinge“ und digitaler Plattformen, wie sie im Kontext der „Made in China 2025”-Strategie der chinesischen Regierung und dem deutschen „Industrie 4.0“ Konzept verfolgt werden.

Der Fokus liegt auf zwei Analyseebenen:

  1. Die Identifikation der wichtigsten Plattformen des industriellen Internets in beiden Ländern, deren Geschäftsmodelle und Beziehungen zu Kunden und die Rolle, Herkunft und die Nutzung von Daten. Auf diese Weise soll die Rolle von industriellen Internetplattformen als neuer Akteur in globalen Produktionsnetzwerken untersucht werden und die Frage geklärt werden, ob es sich bei diesen Plattformen um Oligopole für industrielle Daten in the making handelt.
     
  2. Die Auswirkungen von industriellen Internetplattformen auf die Restrukturierung von Industriesektoren. Durch die Untersuchung von Anwendungsfällen in Unternehmen aus verschiedenen Industriesektoren wird untersucht, wie datengetriebene Geschäftsmodelle auf die Governance von Wertschöpfungsketten Einfluss nehmen. Weiter wird der Frage nachgegangen, ob sich Möglichkeiten für industrielle Aufwertung und die Aufwertung von Arbeit abzeichnen.

Kooperationspartner: Prof. Boy Lüthje | Frankfurter Institut für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main
Laufzeit: 1. Januar 2020 - 31. Dezember 2021
Förderung: Hans-Böckler-Stiftung
Weiterführende Infomationen: Beitrag zu Chinas Konsumgüterindustrie von Lea Schneidemesser

Team

Das Projekt wird von Dr. Florian Butollo und Lea Schneidemesser aus der Forschungsgruppe „Arbeiten in hochautomatisierten, digital-hybriden Prozessen“ umgesetzt.

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