Organisation von Wissen

Zwischen Offenheit und Exklusivität

In diesem Forschungsschwerpunkt werden Fragen nach der Offenheit und Exklusivität bei der Verarbeitung von Daten und Wissen im Bereich der Arbeitswelt, des Bildungssystems und der Wissenschaft untersucht. Dabei wird auf Perspektiven aus der Informatik, Wirtschaftsinformatik, Soziologie und Innovationsforschung zurückgegriffen.

Im Zuge von Digitalisierungsprozessen verändert sich die Art und Weise, wie neues Wissen entwickelt, genutzt und verbreitet wird. Eine zentrale Rolle spielen dabei neue Formen der Erzeugung, Interpretation und Nutzung von Daten, etwa im Hinblick auf Social Media, Künstliche Intelligenz und Big Data. Diese Entwicklungen eröffnen ein Spannungsfeld zwischen Offenheit und Exklusivität, sowohl was den Zugang zu Wissen, aber auch was die Möglichkeiten seiner Verarbeitung betrifft. Wer Möglichkeiten für datenbasierte Wissensentwicklung schafft, erzeugt auch Probleme der Kontrolle und Macht.

Welche Daten dürfen auf welche Weise erzeugt werden? Wer hat Zugang zu den Daten und darf sie verarbeiten, um weiteres Wissen zu erzeugen? Welches Wissen soll aus den Daten erzeugt werden und wofür darf es genutzt werden?

Diese Fragen sollen im Bereich der Arbeitswelt, des Bildungssystems und der Wissenschaft sowie im Zusammenspiel von Perspektiven aus der Informatik, Wirtschaftsinformatik, Soziologie und Innovationsforschung untersucht werden.

Forschungsgruppen

Arbeiten mit Künstlicher Intelligenz

Die Forschungsgruppe untersucht, wie sich Arbeit durch den Einsatz von KI verändert. Besonderer Fokus liegt hierbei auf Unternehmen, die mit neuen Anforderungen für Innovation, Organisation und die Verknüpfung von Wissensbeständen konfrontiert sind. Inwiefern entstehen neue Formen von Mensch-Maschine Interaktionen? Welche Kompetenzen rücken dabei in den Vordergrund? Wie müssen Unternehmen sich selbst transformieren, um KI erfolgreich anzuwenden?

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Reorganisation von Wissenspraktiken

Diese Forschungsgruppe untersucht, wie eine Reorganisation wissenschaftlicher Praktiken entlang digitaler Prinzipien einen Beitrag zu individueller und gesellschaftlicher Selbstbestimmung leisten kann. Neue Wissenspraktiken innerhalb und außerhalb des Weizenbaum-Instituts werden organisationstheoretisch fundiert und auf qualitative Forschungsmethoden fokussiert reflektiert und Gestaltungsoptionen für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft entwickelt.

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Digitalisierung und Öffnung der Wissenschaft

Die Gruppe beforscht die Digitalisierung und Öffnung der Wissenschaft und gestaltet diese aktiv mit. Ihr aktueller Schwerpunkt liegt auf Dateninfrastrukturen und Datenwerkzeugen für interdisziplinär und datenintensiv Forschende.

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Bildung für die digitale Welt

Im Fokus stehen die Anforderungen zur Gestaltung digitaler Lehr- und Lernprozesse und die Möglichkeiten und Grenzen zunehmender Individualisierung der Bildung. Der Einsatz neuer Technologien, insbesondere von KI, wird aus theoretischer und anwendungsorientierter Perspektive untersucht.

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Principal Investigators in diesem Forschungsschwerpunkt

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