Kompetenzen bündeln, Talente fördern

Weizenbaum-Institut, bidt und CAIS schließen sich zusammen, um den wissenschaftlichen Nachwuchs besser zu fördern.

Deutschlands Internet-Institute rücken näher zusammen: Das Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft, das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) und das Center for Advanced Internet Studies (CAIS) haben eine Kooperationsvereinbarung für Karriereförderung abgeschlossen. Ziel ist es, die Kompetenzen in der Personalentwicklung zu bündeln und wissenschaftliche Talente durch Qualifizierungs- und Vernetzungsangebote auf eine Karriere innerhalb und außerhalb des akademischen Betriebs vorzubereiten. Den Auftakt bildet eine gemeinsame virtuelle Veranstaltung am 10. Juni 2021, die Promovierenden neben Vernetzungsmöglichkeiten auch Einblicke in das Spannungsfeld der Nachhaltigkeit von Digitalisierung geben wird.

„Um im internationalen Wettbewerb für junge Wissenschaftler*innen attraktiv zu bleiben, ist ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm, das neben der Vermittlung von Forschungskompetenzen auch Management- und Social-Skills umfasst, wichtiger denn je“, so Professor Christoph Neuberger, geschäftsführender Direktor des Weizenbaum-Instituts. „Es ist wichtig, dass die Internet-Institute Erfahrungen und Wissen im Bereich der Karriereförderung austauschen. So können wir gemeinsam dem dynamischen Feld der Digitalisierungsforschung neue Impulse geben und wissenschaftliche Talente für den deutschen und internationalen Arbeitsmarkt qualifizieren.“

Professor Michael Baurmann, wissenschaftlicher Direktor des CAIS, ergänzt: „Deutschland ist in vieler Hinsicht ein digitales Entwicklungsland – das mussten wir jetzt gerade während der Corona-Pandemie wieder schmerzlich erfahren. Die gemeinsamen Anstrengungen unserer Institute, wissenschaftliche Talente in der Digitalisierungsforschung umfassend zu fördern, ist ein Beitrag für die Entfaltung digitaler Potenziale im Interesse der Menschen.“

Mit zwei Keynotes und mehreren Themensessions bietet die Auftaktveranstaltung den Promovierenden einen Rahmen, in dem Forschungsansätze und -ergebnisse aus verschiedenen Disziplinen ausgetauscht, diskutiert und reflektiert werden können. Dadurch sollen Schnittstellen und überschneidende Interessen identifiziert und anschließend in weiterführenden Projekten verfolgt werden. Auf diese Weise sollen Hürden in der disziplinenübergreifenden Arbeit weiter abgebaut und der Austausch zu ähnlichen Themen im noch jungen und heterogenen Forschungsfeld gefördert werden.

„Die Kooperation von bidt, CAIS und Weizenbaum-Institut im Bereich der Nachwuchsförderung ist ein wichtiger Schritt, um Digitalisierungsforschung in Deutschland vernetzt anzugehen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, in der gemeinsame Aktivitäten und Qualifizierungsangebote entstehen sollen“, so Professor Alexander Pretschner, Vorsitzender des bidt-Direktoriums.

Die Kooperation der drei Einrichtungen umfasst neben der gemeinsamen Planung und Durchführung von Veranstaltungen auch den Aufbau eines Trainer*innen-Pools, die wechselseitige Teilnahme an Qualifizierungsangeboten sowie die Förderung von Vernetzung etwa durch gegenseitige Forschungsaufenthalte an den beteiligten Instituten. Außerdem wird eine Arbeitsgruppe gebildet, die dem regelmäßigen Austausch zu Maßnahmen der Karriereförderung dient, wie beispielsweise der Entwicklung von Programmangeboten, Qualifikationsstandards und Methoden der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Das Angebot richtet sich zunächst an Promovierende der drei Einrichtungen und soll schrittweise auch auf Postdoktorand*innen und Mitarbeitende des Wissenschaftsmanagements ausgeweitet werden. Für den kontinuierlichen Ausbau der akademischen Karriereförderung ist eine Vernetzung mit weiteren Digitalisierungsinstituten in Zukunft angedacht.


Mehr Informationen zur Vernetzungsveranstaltung „Digitalisation Research and Network Meeting 2021“ finden Sie hier.

 


Über das Weizenbaum-Institut

Das Verbundprojekt Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft – Das Deutsche Internet-Institut wird seit September 2017 von einem Forschungskonsortium aus Berlin und Brandenburg getragen. Diesem gehören an: die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Universität der Künste Berlin, die Technische Universität Berlin, die Universität Potsdam, das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Aufgabe des Weizenbaum-Instituts ist es, die ethischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte von Internet und Digitalisierung zu erforschen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt hierfür Fördergelder in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere Informationen unter: www.weizenbaum-institut.de  


Über das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt)

Das bidt ist ein Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Neben Politikberatung und dem Dialog mit der breiten Öffentlichkeit, fördert das bidt auch interne und bayernweite externe Forschungsprojekte und trägt dadurch dazu bei, die Entwicklungen und Herausforderungen der digitalen Transformation besser zu verstehen. Weitere Informationen unter: www.bidt.digital


Über das Center for Advanced Internet Studies (CAIS)

Das CAIS ist ein durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördertes Forschungsinstitut, an dem die gesellschaftlichen Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation erforscht werden. Es versteht sich als Ort innovativer interdisziplinärer Forschung und als Impulsgeber für eine kritische Öffentlichkeit, die sich über Leitbilder für ein selbstbestimmtes Leben in der digitalen Gesellschaft verständigen will. Weitere Informationen unter: www.cais.nrw

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