Weizenbaum-Institut veröffentlicht Positionspapier zum erweiterten Aktionsplan Digitale Bildung

Mit seiner Stellungnahme will das Institut dazu beitragen, bei der Gestaltung des europäischen digitalen Bildungsraumes Ungleichheiten zu reduzieren und eine selbstbestimmte digitale Bildung zu stärken.

2018 verabschiedet die Europäische Kommission den Aktionsplan für digitale Bildung (COM/2018/22 final), der insgesamt 11 Aktionsfelder umfasst. Der Schwerpunkt des Aktionsplans liegt auf der konkreten Umsetzung von Maßnahmen, mit denen die Nutzung digitaler und innovativer Unterrichtsformen unterstützt sowie die Entwicklung digitaler Kompetenzen in der Bildung gefördert werden. Es wurden unterschiedliche Interessenträger des Bildungsbereichs, darunter Unternehmen, Forschungseinrichtungen, NGOs und, wo relevant, auch Einrichtungen der nicht formalen Bildung, einbezogen. Der Aktionsplan umfasst drei Prioritäten: (1) bessere Nutzung digitaler Technologien im Unterricht und zu Lernzwecken, (2) Entwicklung relevanter digitaler Fertigkeiten und Kompetenzen für den digitalen Wandel sowie (3) bessere Bildung durch aussagekräftigere Datenanalysen und Prognosen.

Am 18. Juni 2020 wurde eine Konsultation zum neuen bzw. erweiterten Aktionsplan veröffentlicht. Im Rahmen der Konsultation werden Erfahrungen und Erwartungen während der Coronakrise erfasst und mögliche Implikationen für eine zukünftige Gestaltung digitaler Bildung formuliert. Das Weizenbaum-Institut beteiligt sich an der Konsultation mit der Beantwortung des Onlinefragebogens sowie eines begleitenden Positionspapiers am 04.09.2020. Zweck dieses Positionspapiers ist es, auf ausgewählte Themen aus dem Konsultationsprozess einzugehen und einige der Beobachtungen des Weizenbaum-Instituts zu diesen Themen hervorzuheben. Erarbeitet wurde das Positionspapier von Dr. Gergana Vladova, Dr. André Renz, Prof. Dr. Norbert Gronau, Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer, Dr. Antonia Köster und Bonny Brandenburger.

Das Weizenbaum-Institut unterstützt die Anpassung und Erweiterung des Aktionsplans Digitale Bildung ausdrücklich und unterstreicht fünf zentrale Voraussetzungen für den europäischen digitalen Bildungsraum.

  1. Einheitliche Rahmenbedingungen für digitale Schulbildung
  2. Lebenslange Förderung und Entwicklung von digitalen und didaktischen Kompetenzen von Lehrenden in der Lehrausbildung
  3. Fokus des Diskurses zu Bildungsungleichheiten im Kontext von altersgruppenspezifischer Differenzierung und in Bezug auf langfristige Gesundheitsrisiken setzen
  4. Förderung von partizipativen Ansätzen für Gestaltungsprozesse von Bildungstechnologien
  5. Förderung von Konzepten für eine stärkere Selbstbestimmung

DOWNLOAD Positionspapier „NEW Digital EducationAction Plan“ – DE

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