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Arbeiten und Kooperieren in der Sharing Economy

Forschungsgruppe 3

Die sogenannte Sharing Economy verspricht, Konsumgewohnheiten zu verändern und Wertschöpfungsketten zu revolutionieren. Plattformen, die das Teilen von Wohnraum (z. B. Airbnb), Autos (z. B. Uber) oder Parkplätzen (z. B. ParkatmyHouse) ermöglichen, wachsen sehr schnell. Im Rahmen unserer Forschung betrachten wir u. a. die Auswirkungen der Sharing Economy auf die Arbeitsmärkte, inwieweit sozial- und arbeitspolitische Regulierung notwendig ist und wie Diskriminierung in der Sharing Economy vermieden werden kann, so dass der Zugang zu Angeboten für alle Interessierten möglich ist.

Chancen und Herausforderungen der Sharing Economy

Verbraucher*innen können bei Dienstleitungen der Sharing Economy vorübergehend die Vorteile eines Gutes genießen, ohne es selbst kaufen zu müssen. Durch die Verwendung von bislang ungenutzten Kapazitäten (etwa im Fall von Autos) kann die ökologische Nachhaltigkeit gesteigert werden. Neben diesen positiven Potenzialen gibt es jedoch auch Herausforderungen und Gefahren. Während „traditionelle“ Unternehmen und Organisationen strengen Vorschriften unterliegen, bewegen sich die Transaktionen zwischen privaten Parteien in der Sharing Economy bisher in einem rechtlich wenig definierten Raum. So sind beispielsweise die Service- und Hygieneanforderungen an Hotels genau vorgeschrieben, während private Airbnb-Hosts diese Anforderungen nicht erfüllen müssen (Regulierungsasymmetrie).

Sozial- und arbeitspolitische Regulierung

Das Gleiche gilt für die Anbieter*innen von Transportleistungen, wobei der Fall Uber besonders prägnant die Konflikte um die Gleichheit von Marktbedingungen aufzeigt. Aus der Perspektive sozial- und arbeitspolitischer Regulierung besteht die Gefahr der Verbreitung von Scheinselbstständigkeit. Schließlich stellt sich auch die Frage, wie Möglichkeiten der Interessenvertretung und Mitbestimmung in einer Sharing Economy gewährleistet werden können, in der die Anbieter*innen von Leistungen auf den Plattformen nicht als Mitglieder einer Organisation (Beschäftigte), sondern als formal unabhängige und selbstständige Akteure fungieren. Zudem sind Probleme hinsichtlich der Diskriminierung von Konsument*innen zu beobachten. So zeigt jüngste Forschung aus den USA, dass afroamerikanische Kund*innen auf Airbnb mit geringerer Wahrscheinlichkeit als Gäste akzeptiert werden.

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