Ungleichheit und digitale Souveränität

Forschungsgruppe 8

Unter dem Begriff der digitalen Souveränität wird seit einiger Zeit ein neues Leitbild für Menschen und Kollektive in der digitalen Welt diskutiert, das Kompetenzen, Pflichten und Rechte ins Blickfeld rückt. Die Forschungsgruppe untersucht anhand integrativer Ansätze der praxisgeleiteten Designforschung die Konstitution und Koordination persönlicher und kollektiver Handlungs- und Entscheidungsspielräume in Bezug auf die Nutzung und Aneignung digitaler Technologien auf der einen, und ihrer Gestaltbarkeit auf der anderen Seite.

Im Spannungsfeld zwischen Regulierung, Technologieentwicklung und digitale Kompetenzen wird qualitativ geforscht und danach gefragt, wie 1) Individuen und Kollektive mit immer komplexer werdenden Technologien und den damit sich verändernden Ungleichheitsverhältnissen umgehen, 2) wie informelle Aneignungs- und Nutzungspraktiken die Aushandlungsprozesse um Steuerung mit bedingen und 3) wie sich Fragen der Regulierung als Voraussetzung zivilgesellschaftlicher und politischer Gestaltung und Teilhabe rahmen lassen.

In der Forschungsgruppe werden Dissertationsprojekte, Studien und Transferformate entwickelt, die sich mit den unterschiedlichen praktischen und diskursiven Entwicklungen in Bezug auf Datensouveränität, digitale Partizipation, digitale Kompetenzen, gemeinwohlorientierte Digitalisierungsstrategien und Politikgestaltung auseinandersetzen, um übergreifende Aussagen zu Fragen nach der digitalen Ungleichheit und der digitalen Souveränität treffen zu können.

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