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Daten als Zahlungsmittel

Forschungsgruppe 4

Die Forschungsgruppe befasst sich mit der Verwendung von Daten in der digitalen Wirtschaft aus juristischer, psychologischer und ökonomischer Perspektive. Unser Forschungsschwerpunkt liegt auf der Funktionsweise digitaler Märkte sowie auf Chancen und Risiken des Datenhandels. Hierzu zählen Fragen der Privatautonomie im Spannungsfeld von Datenschutz- und Vertragsrecht, Datenrechte sowie kognitive und emotional-motivational dynamische Prozesse, die der Preisgabe personenbezogener Daten zugrunde liegen.

Wir analysieren die Verwendung von Daten in der digitalen Wirtschaft aus juristischer, psychologischer und ökonomischer Perspektive. Den Schwerpunkt unserer Arbeit bilden grundsätzliche Fragestellungen, die die Privatautonomie im Spannungsverhältnis von Datenschutz- und Vertragsrecht, die Funktionsweise digitaler Märkte mit ihren Implikationen für das Wettbewerbsrecht sowie die zivilrechtliche Einordnung des Erhebens, Teilens und Handelns mit Daten betreffen. Im Besonderen erforschen wir digitale Preisgestaltungsstrategien, sektorspezifische wie -übergreifende Datenzugangsrechte sowie Visualisierungen von Datenverarbeitungsaspekten.

Im Einzelnen befassen wir uns mit vielfältigen und aktuell bedeutsamen Querschnittsthemen wie etwa bestehenden sowie möglicherweise neu einzuführenden Rechten auf Zugang zu bestimmten Daten. Die Untersuchung erfolgt hierbei differenziert nach Konstellation der miteinander interagierenden Akteure, nach Art der in Frage stehenden Daten sowie nach sachlichem Anwendungsbereich der jeweiligen Zugangsrechte. 

Weiter untersuchen wir die Implikationen der zunehmenden Digitalisierung für die Preisgestaltung von Unternehmen. Aus rechtsökonomischer Perspektive werden bestehende und in Entwicklung befindliche Modelle digitaler Preisgestaltung einer kritischen Analyse unterzogen. Ziel hierbei ist – gerade auch mit Blick auf den Schutz der Verbraucher*innen – verschiedene Regulierungsoptionen zu evaluieren. 

Gegenstand unserer psychologischen Forschung sind insbesondere diejenigen kognitiven und emotional-motivational dynamischen Prozesse, die der oftmals umfassenden Preisgabe personenbezogener Daten durch Nutzer*innen digitaler Dienste zugrunde liegen sowie die daraus resultierenden individuellen und gesamtgesellschaftlichen Konsequenzen. Konkret untersuchen wir, inwiefern die mit der Preisgabe personenbezogener Daten verbundenen Risiken im Rahmen der Visualisierung von Datenverarbeitungsaspekten methodisch berücksichtigt werden können, um so die Motivation, Aufmerksamkeit und das Bewusstsein der Nutzer*innen zu erhöhen und kognitiven Verzerrungen entgegenzuwirken.

Mitglieder der Forschungsgruppe

Projekte

1. Digital Content Directive 

2. Privacy Icons

 

 

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