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Ungleichheit und digitale Souveränität

Forschungsgruppe 8

Unter dem Begriff der digitalen Souveränität wird seit einiger Zeit ein neues Leitbild für Menschen und Kollektive in der digitalen Welt diskutiert, das Kompetenzen, Pflichten und Rechte ins Blickfeld rückt. Die Forschungsgruppe untersucht anhand integrativer Ansätze der praxisgeleiteten Designforschung die Konstitution und Koordination persönlicher und kollektiver Handlungs- und Entscheidungsspielräume in Bezug auf deren Nutzung und Aneignung auf der einen, und ihrer Gestaltbarkeit auf der anderen Seite.

Dimensionen digitaler Souveränität

Vor diesem Hintergrund betrachten wir unsere Aufgabe darin, ein besseres Verständnis der verschiedenen Dimensionen digitaler Souveränität zu entwickeln und damit zur Konstruktion neuer Leitbilder für Menschen in der digitalen Welt beizutragen.

Die Konstitution und Koordination von persönlichen und kollektiven Handlungs- und Entscheidungsspielräumen rücken dabei in den Fokus, und zwar auf zwei Ebenen: 

  • Zum einen in Bezug darauf, wie Individuen und Kollektive mehr oder weniger souverän mit immer komplexeren Technologien umgehen, also die souveräne Nutzung digitaler Infrastrukturen. Relevant hierfür sind zentrale Themenfelder wie die digitale Kompetenz, die Verbrauchersouveränität und der Digital Divide. 
  • Zum anderen werden Positionen der Ungleichheit und der Souveränität in Bezug auf die Gestaltbarkeit von Lebenswelten betrachtet, womit verstärkt Aspekte des Sozialen in den Transformationsdiskurs getragen werden. Basierend darauf entwickelt die Forschungsgruppe praxis- und projekt-geleitete Zugänge, die es erlauben, Technologie und Digitalität als einen gestaltbaren Prozess zu verstehen. 

Partizipative und transdisziplinäre Designforschung

Die unterschiedlichen Perspektiven der Forschungsgruppe begründen sich in der partizipativen und transdisziplinären Designforschung, in der methodische Zugänge wie etwa Reallabore und Social Living Labs ihre Verankerung finden. Die integrativen Ansätze adressieren real-weltliche Fragestellungen entlang der Praktiken und Wertesysteme aus der Zivilgesellschaft sowie dem öffentlichen und dem privaten Sektor. So sollen komplexe Möglichkeiten des Wissenstransfers und der Wissensintegration identifiziert und bearbeitet werden, die gleichzeitig soziale, politische und wirtschaftliche Handlungsoptionen skizzieren.

Mitglieder der Forschungsgruppe

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