09/30/2026

07:00 PM - 08:30 PM | Kinosaal der Rotor Film GmbH August-Bebel-Str. 26-53/Haus 4, 14482 Potsdam

Weizenbaum Debate – How To Debate: Zusammenhalt stärken statt Gräben vertiefen

Bei der diesjährigen Weizenbaum Debate wollen wir den Blick auf das richten, was uns verbindet, und gemeinsame Grundlagen für eine konstruktive Debatte schaffen. Was hält uns zusammen – und wie können wir das Miteinander stärken?

Der Stil der digitalen Debatte beeinflusst längst auch unser analoges Miteinander. Ob am Esstisch, im Vereinsheim oder im Parlament: Die Öffentlichkeit im Netz prägt, wie und worüber wir offline miteinander sprechen. Nur ein öffentlicher Diskurs, der sich um Wahrheit bemüht und die Gegenmeinung respektiert, sichert in der Demokratie den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die anstehenden Landtagswahlen in Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind dafür erneut eine Nagelprobe.

Als Weizenbaum-Institut wollen wir vor diesem politischen Hintergrund Orientierung bieten und dazu beitragen, dass nicht neue Gräben aufgerissen werden. Woran es mangelt, ist gut erforscht und ausreichend analysiert. Deshalb weichen wir in diesem Jahr von unserem klassischen Debattenformat der zwei konträren Positionen ab: Es geht uns nicht darum, Gegensätze zuzuspitzen oder Probleme neu zu vermessen, sondern gemeinsame Grundlagen für ein besseres Debattieren zu schaffen. Wir fragen nicht nur, was uns trennt, sondern vor allem: Was hält uns zusammen – und wie stärken wir dieses Miteinander?

Dafür nehmen wir unter der Moderation von Prof. Dr. Sascha Friesike und mit Impulsen aus der aktuellen Forschung drei digitale Phänomene in den Blick und fragen, was wir daraus für einen besseren politischen Umgang lernen können:

  • Wie stark bestimmen sogenannte „Filterblasen“ und „Echokammern“ tatsächlich, was wir wahrnehmen und mit wem wir sprechen? Wie schaffen wir Räume für den Austausch über Meinungsgrenzen hinweg? 
  • Wie schaffen wir, gerade mit Blick auf aktuelle Wahlkämpfe, eine gemeinsame Wissensbasis, wenn Fake News und Verschwörungsmythen den Diskurs verzerren und Wissenschaftsfeindlichkeit den etablierten Weg zur Wahrheit infragestellt? 
  • Wie gehen wir mit Provokateuren und „Polarisierungsunternehmern“ um, die von Spaltung politisch profitieren und oft die Bühne beherrschen?

Entlang dieser drei Themen diskutieren drei Stimmen aus Politik, Praxis und Sozialwissenschaften, wie wir einander wieder besser zuhören und Freundlichkeit als bürgerliche Tugend im Alltag stärken können – digital wie analog, etwa nach dem Vorbild von Initiativen wie „Deutschland spricht“ oder DemoSlam. Das gemeinsame Ziel: konkrete Ideen für bessere Gespräche über politische Themen – im Alltag wie in der Öffentlichkeit.

Weitere Informationen folgen in Kürze.