17.11.2026

18:00 Uhr - 19:30 Uhr | Weizenbaum-Institut | Hardenbergstraße 32 | 10623 Berlin

Sarah Sharma: Insufferable Tools. Feminism Against Big Tech

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion im Rahmen des Jubiläumsjahres „60 Jahre ELIZA, 50 Jahre Computerkritik”

Unsere Welt scheint immer mehr von den Launen und Machtspielen von Tech-Broligarchen wie Musk und Zuckerberg bestimmt zu sein. In ihrem Buch „Insufferable Tools“ (Duke University Press) legt die Medientheoretikerin Sarah Sharma die geschlechtsspezifische Politik unserer modernen Technologien frei. Sie zeigt, wie Tech-Giganten das Internet und zunehmend auch das „reale Leben“ in Umgebungen verwandelt haben, in denen wir als Nutzer:innen zu Tools geworden sind. Sharma kritisiert das System eines inklusiven „Big-Tech-Feminismus“, das versucht, People of Color, queere Menschen und andere, die in den aktuellen geschlechtsspezifischen Machtstrukturen als „defekte Maschinen“ gelten, einzubeziehen und nutzbar zu machen. Dem gegenüber schlägt sie eine feministische Techno-Politik vor, die neue Zukünfte schmieden kann, frei vom Zugriff durch unerträgliche Werkzeuge.

Nach einem einführenden Vortrag von Sarah Sharma werden die zentralen Thesen des Buchs im Rahmen einer Podiumsdiskussion und mit dem Publikum diskutiert. Das vollständige Abendprogramm und die Besetzung des Podiums werden rechtzeitig vor der Veranstaltung bekannt gegeben. 

Die Anmeldung zum Event öffnet in Kürze

Sarah Sharma ist Professorin für Medientheorie und Direktorin am Institute of Communication, Culture, Information and Technology der University of Toronto. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Technologie, Zeit und Arbeit. Sie ist Autorin von „In the Meantime: Temporality and Cultural Politics“ und Mitherausgeberin von „Re-Understanding Media: Feminist Extensions of Marshall McLuhan“ (beide Duke University Press).