KI in der Kritik: Militärischer Einsatz, ökologische Folgen und gesellschaftliche Risiken
19.05.2026Auftaktveranstaltung zum Jubiläumsjahr „60 Jahre ELIZA, 50 Jahre Computerkritik”: Podiumsdiskussion und Buchvorstellung „Myths and Criticism of Artificial Intelligence” am 27.5.2026 um 18 Uhr.
Künstliche Intelligenz prägt Entscheidungen in vielen Bereichen der Gesellschaft – von Grenzüberwachung und Polizeiarbeit bis hin zur Organisation der Arbeit und Ressourcenverbrauch. Oft werden die Folgen der Technologie scharf kritisiert. Mit einer Podiumsdiskussion startet das Weizenbaum-Institut in das Jubiläumsjahr #ELIZA60 und lädt gemeinsam mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung dazu ein, diese Entwicklungen zu diskutieren.
Im Mittelpunkt des Abends stehen drei besonders kontrovers diskutierte Einsatzfelder von KI:
- der Einsatz durch Militär und Polizei,
- die ökologischen Auswirkungen datenintensiver Systeme
- sowie gesellschaftliche Risiken wie Diskriminierung und prekäre Arbeitsbedingungen in der globalen Datenarbeit.
Zum Auftakt führt Weizenbaum-Forscher Christian Strippel in die Geschichte der KI-Kritik und das Denken des Informatikers Joseph Weizenbaum ein. Dessen frühes Sprachprogramm ELIZA gilt heute als Meilenstein der KI-Geschichte – ebenso wie seine spätere fundamentale Kritik am unbedachten Einsatz von Computertechnik. Strippel ist Autor des Buchs Künstliche Intelligenz zwischen Mythos und Kritik zu Werk und Wirken von Joseph Weizenbaum, das nun in einer englischen Fassung (Myths and Criticism of Artificial Intelligence) in der gemeinsamen Publikationsreihe des Weizenbaum-Instituts mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung erscheint.
Anschließend diskutiert Strippel mit drei Forschenden des Weizenbaum-Instituts: mit Alexandra Keiner über den Einsatz von KI in der Grenz- und Migrationspolitik, Rainer Rehak über die ökologischen Folgen von KI und verwandten Systemen und Milagros Miceli über prekäre Datenarbeit hinter KI-Anwendungen. Das Publikum ist eingeladen, sich mit Fragen und weiteren Perspektiven an der Diskussion zu beteiligen. Im Anschluss lädt das Institut zum Empfang ein.
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Das Jubiläumsprogramm #ELIZA60 umfasst über das Jahr 2026 hinweg öffentliche Diskussionen, Lesungen, Gastvorträge, Ausstellungen und wissenschaftliche Beiträge zur Geschichte und Gegenwart der KI-Kritik.
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