WIr im Verbund: Hanna Krasnova

04/07/2026

In der neusten Ausgabe unserer Reihe stellen wir Hanna Krasnova vor. Als Direktorin und Principal Investigator forscht sie am WI und an der Universität Potsdam zu Wohlbefinden in der digitalen Welt.

Vernetzte Forschung für eine vernetzte Welt: In der Reihe „WIr im Verbund“ stellen wir die Direktor:innen und Principal Investigators des Weizenbaum-Instituts vor. Sie berichten, warum sie am WI forschen, welche Rolle die interdisziplinäre Arbeit für ihre Universität oder Forschungseinrichtung spielt und wie das Institut die Gesellschaft in digitalen Zeiten unterstützt.

In der neuesten Ausgabe kommt die Direktorin Hanna Krasnova zu Wort, die zu Themen rund um die individuellen und gesellschaftlichen Implikationen der digitalen Technologien forscht. Als Principal Investigator leitet sie am Weizenbaum-Institut die Forschungsgruppe „Wohlbefinden in der digitalen Welt“. Zudem ist sie Professorin am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Soziale Medien und Gesellschaft, an der Universität Potsdam.

Mit ihrer Forschungsgruppe am Weizenbaum-Institut untersucht Hanna Krasnova, wie sich die Nutzung digitaler Technologien auf den Menschen auswirkt. „Insbesondere geht es um die Frage, wie die Nutzung digitaler Plattformen und Anwendungen unser Wohlbefinden, unsere Wahrnehmungen und unser Verhalten beeinflussen“, erklärt die Wissenschaftlerin und ergänzt: „Welche Mechanismen sind dabei im Spiel?“

Ihr Forschungsteam nimmt dafür den gesamten Kontext in den Blick: psychologische Prozesse, Nutzungsmuster sowie die Spezifika der Inhalte, denen die Menschen online begegnen. Zudem stehen die digitalen Kompetenzen der Nutzer:innen sowie die Plattformeigenschaften im Fokus des Interesses. Nicht zuletzt geht es um die gesellschaftlichen Auswirkungen und die Frage, was getan werden kann, um nachteiligen Entwicklungen vorzubeugen oder sie abzumildern.

Im Kontext dieser komplexen Thematiken unterstreicht Hanna Krasnova die Bedeutung der interdisziplinären Forschung am Weizenbaum-Institut: „Die Zusammenarbeit von Wirtschaftsinformatik, Psychologie und BWL, ergänzt durch Erkenntnisse und Expertise aus Kommunikations-, Rechts- und Politikwissenschaften sowie aus der Soziologie, ermöglicht uns eine umfassendere Perspektive auf die gesellschaftlichen Prozesse.“

Als Professorin an der Universität Potsdam kann Hanna Krasnova ihre Forschungsergebnisse direkt in die Lehre einfließen lassen. „Die Studierenden profitieren enorm von den neuen Perspektiven und Erkenntnissen, die wir am Weizenbaum-Institut gewinnen. Das hilft ihnen, sich auf die Herausforderungen ihres künftigen Berufslebens besser vorzubereiten, insbesondere wenn es um die verantwortliche Entwicklung und den Einsatz neuer digitaler Anwendungen geht“, so die Professorin.

Wichtig ist Hanna Krasnova die gesellschaftliche Relevanz ihrer Arbeit: „Die Erkenntnisse zu den Auswirkungen digitaler Anwendungen auf individuelle Wahrnehmungen und das Verhalten einzelner Menschen helfen uns, auch Entwicklungen auf der gesellschaftlichen Ebene besser zu verstehen“, so die Expertin. In ihrer Rolle als Senior Editor beim renommierten European Journal of Information Systems und Associate Editor beim Weizenbaum Journal of the Digital Society bringt sie diese Relevanz auch in ihre editoriale Tätigkeit ein.