28.05.2026

16:00 Uhr - 20:00 Uhr | Weizenbaum-Institut, Hardenbrgstraße 32, 10623 Berlin

Workshop und Buchvorstellung: Der Traum der Gurke. Ein literarisches KI-Experiment

Ein Projekt des VS Berlin (Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di) Berlin in Zusammenarbeit mit dem Weizenbaum-Institut

„Schreibe einen Text mit 3.000 Zeichen, in dem die Wörter Eingebung, Traum, Graben, Spiegel, Tod, Ostsee, Gurke, Radiergummi, Wegweiser, Baum vorkommen.“ So begann das einzigartige Experiment, in dem professionelle Autor:innen, Autoren und Jugendliche der Schreibwerkstatt Marzahn gegen fünf KI antreten.

Die Idee zum Projekt stammt vom VS Berlin (Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di), um sich nach der erfolgreichen Anthologie Regen in Zeiten der Klimakrise. Kann KI Literatur? (Hirnkost 2024) erneut mit der KI zu messen. Das Weizenbaum-Institut begleitete das Projekt wissenschaftlich. Ein Team des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und die Literaturwissenschaftlerin Brigitte Heymann analysierten die entstandenen Texte.

Das Buch „Der Traum der Gurke. Ein literarisches KI-Experiment“ ist als unterhaltsames Ratespiel aufgebaut, denn die Texte der Autorinnen und Autoren wurden mit den KI-Texten vermischt.


Zur Anmeldung


Programm

16:00-16:15            Kurze Buchvorstellung von Edith Ottschofski

16:15-17:45           Wann kann/darf/soll KI kreativ sein? Diskussionsrunde, Moderation Dr. Jennifer Haase/ Weizenbaum-Institut, Gäste: Dr. Katrin Frisch, Prof. Dr. Sebastian Pokutta, Prof. Dr. Tobias Wilke

17:45-18:15            Pause

18:15-19:45            Was wollen wir lesen? Diskussionsrunde mit unseren Gästen Katrin Frisch, Ulrike Gramann, Brigitte Heymann, Sebastian Pokutta, Reinhard Stöckel, Martina Wildner und Tobias Wilke; Moderation Edith Ottschofski/VS-Berlin/Weizenbaum-Institut

19:45-20:00            Informelle Gespräche


Gäste

Dr. Katrin Frisch ist Literaturwissenschaftlerin und arbeitet zur Zeit als Wissenschaftlerin im Bereich "Gute wissenschaftliche Praxis (GWP)" mit besonderem Fokus auf Forschungsdaten und den Einsatz von generativer künstlicher Intelligenz in der Forschung. Seit 2020 ist sie am Ombudsgremium für die wissenschaftliche Integrität in Deutschland tätig und beschäftigt sich dort unter anderem mit Fragen der GWP-konformen Nutzung von KI-Systemen in der Wissenschaft. 

Ulrike Gramann ist Schriftstellerin und freie Lektorin. Sie hat vor allem Romane und Erzählungen veröffentlicht, gelegentlich Reportagen, bisweilen Essays, verstreut Lyrik. Publikationen: Die Zeit Ines (1997), Du bist kein Kind mehr (2014), Die Sumpfschwimmerin (2017), Die Sportlerin (2018), Meetchens Hochzeit (2020), Die Unberechenbarkeit des Lebens (2023).

Dr. Brigitte Heymann ist Literaturwissenschaftlerin und Hochschullehrerin i. R. für Romanische Literaturen an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind literarische Prozesse um 1800, Diskurstheorie, Imagination und Fiktion, Literatur der Moderne und Postmoderne.

Prof. Dr. Sebastian Pokutta ist Vizepräsident des Zuse-Instituts Berlin und Professor für KI und Optimierung an der TU Berlin. Seine Forschung liegt an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz und Mathematik — von den theoretischen Grundlagen großer Sprachmodelle über algorithmische Optimierung bis hin zu AI for Science und KI-gestützter Forschung.

Reinhard Stöckel ist Dipl. Bibliothekar (FH) und studierte am Leipziger Literaturinstitut. Er schreibt vorwiegend Prosa, zuletzt erschien der Roman Bärensommer 2022 im Verlag Müry-Salzmann; 2025 erhielt er ein Aufenthaltsstipendium des Prager Goethe-Instituts.

Martina Wildner ist seit über 20 Jahren Kinder- und Jugendbuchautorin. Für Königin des Sprungturms erhielt sie 2014 den Deutschen Jugendliteraturpreis, Das schaurige Haus wurde 2019 verfilmt. Sie ist seit 2022 im Vorstand des VS Berlin, gab 2024 die Anthologie Regen in Zeiten der Klimakrise oder kann ChatGPT Literatur? im Hirnkost Verlag heraus und ist Mitherausgeberin des Buchs: Der Traum der Gurke.

Prof. Dr. Tobias Wilke ist Literatur- und Medienwissenschaftler mit Schwerpunkt auf moderner deutscher Literatur sowie der Beziehung zwischen Literatur, Medientechnologien und kulturellem Wandel. Er hält akademische Positionen in Deutschland und den USA inne, aktuell an der Columbia University in New York. In seiner Forschung untersucht er, wie neue Medien narrative Formen, Literatur und kulturelle Praktiken verändern.