Digitale Spurensuche: Das ELIZA Archaelogy Project

09.04.2026

Das ELIZA Archaeology Project fragt nach Entstehung, Funktionsweise und Wirkung von Weizenbaums Chatbot – und seinen nachhaltigen Einfluss auf KI und die Geschichte der Mensch-Computer-Interaktion.

Ein Ziel hat das Projekt bereits erreicht: Der verloren geglaubte Originalcode des Programms konnte mittels Archivbeständen rekonstruiert werden. Dafür durchforsteten die Forschenden Archivbestände, identifizierten bislang unveröffentlichte Codefragmente und ergänzte fehlende Teile. Parallel wurde die damalige Computerumgebung nachgebildet, um ELIZA wieder lauffähig zu machen. So lässt sich heute nachvollziehen, unter welchen Bedingungen das Programm entstand und funktionierte.

Darüber hinaus wird auch nach den Nachwirkungen von Weizenbaums Chatbot gefragt – etwa als Vorläuferin moderner KI-Systeme wie ChatGPT oder Gemini. Beiträge und Ergebnisse, etwa der Quellcode und eine ELIZA-Simulation, stehen auf der Website des Projekts zur Verfügung, das damit ein bedeutendes Kapitel der Computergeschichte neu erschließt.

Dem ELIZA Archaeology Project gehört ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und Programmierer:innen an. Federführend beteiligt sind Mark Marino (USC Dornsife) und David M. Berry (University of Sussex).

Website des ELIZA Archaelogy Project