WIr im Verbund: Weizenbaum-Institut TU Berlin, Foto von Bettina Berendt

WIr im Verbund: Bettina Berendt

03/24/2026

In der neusten Ausgabe unserer Reihe stellen wir Bettina Berendt vor. Sie ist Direktorin am Weizenbaum-Institut, Principal Investigator der Forschungsgruppe "Daten, algorithmische Systeme und Ethik" sowie Professorin für Internet und Gesellschaft an der Technischen Universität Berlin.

Vernetzte Forschung für eine vernetzte Welt: In der Reihe „WIr im Verbund“ stellen wir die Direktor:innen und Principal Investigators des Weizenbaum-Instituts vor. Sie berichten, warum sie am WI forschen, welche Rolle die interdisziplinäre Arbeit für ihre Universität oder Forschungseinrichtung spielt und wie das Institut die Gesellschaft in digitalen Zeiten unterstützt.

Professorin Bettina Berendt ist Direktorin am Weizenbaum-Institut und Principal Investigator der Forschungsgruppe Daten, algorithmische Systeme und Ethik. Zudem ist sie Professorin für Internet und Gesellschaft an der Technischen Universität Berlin.

Daten, algorithmische Systeme und Ethik

Bettina Berendt untersucht datengetriebene Technologien und deren gesellschaftliche Wechselwirkungen. Ein Schwerpunkt liegt auf Critical Data Science – der kritischen Analyse von Datenpraktiken und algorithmischen Systemen; ein weiterer auf Text und Prozessen des Schreibens. Dabei stehen Fragen von Datenschutz/Privatheit, (Nicht-)Diskriminierung und Fairness als ethischen Grundlagen von Künstlicher Intelligenz im Fokus.

Am Weizenbaum-Institut leitet sie die Forschungsgruppe „Daten, algorithmische Systeme und Ethik“. Die Gruppe erforscht, wie Trainingsdaten und algorithmische Systeme entstehen, wie sie gestaltet werden und welche sozialen, institutionellen und arbeitsbezogenen Kontexte ihre Entwicklung prägen. Ziel ist es, datengetriebene Technologien gerechter, transparenter und stärker am Gemeinwohl orientiert zu gestalten.

Interdisziplinäre Perspektiven auf KI und Daten

Die interdisziplinäre Arbeit am Weizenbaum-Institut ermöglicht es Bettina Berendt, technische und gesellschaftliche Perspektiven auf algorithmische Systeme zu verbinden. Informatiker:innen, Sozialwissenschaftler:innen, Rechtswissenschaftler:innen und Ökonom:innen arbeiten gemeinsam daran, digitale Technologien verantwortungsvoll zu gestalten.

"Digitale Technologien sind tief in soziale, wirtschaftliche und politische Prozesse eingebettet. Fragen von Fairness und Datenschutz und wie wir darüber reden und schreiben lassen sich deshalb nur interdisziplinär beantworten — dafür ist das Weizenbaum-Institut ein wichtiger Ort für unsere Forschung,“ sagt Bettina Berendt.

Das Institut schafft zugleich Raum für den Austausch mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft darüber, wie datengetriebene Technologien dem Gemeinwohl dienen können. Gerade bei KI ist es entscheidend, frühzeitig über Werte, Regeln und institutionelle Rahmenbedingungen ihrer Entwicklung nachzudenken. Das Weizenbaum-Institut bietet dafür eine einzigartige Plattform, auf der interdisziplinäre Forschung und gesellschaftliche Verantwortung zusammenkommen.