Weizenbaum-Institut auf der ICA 2026 in Kapstadt
07/01/2026Vom 4. bis 8. Juni 2026 kamen Kommunikationswissenschaftler:innen aus aller Welt in Kapstadt, Südafrika, zur 76. Jahrestagung der International Communication Association (ICA) zusammen.
Unter dem Leitthema „Communication and Inequalities in Context“ diskutierten sie, wie Kommunikationsstrukturen soziale Ungleichheiten widerspiegeln, verstärken oder ihnen entgegenwirken. Im Fokus standen unter anderem Fragen des ungleichen Zugangs zu Informationen, digitale Ungleichheiten sowie Machtverhältnisse, die die Wissensproduktion in der Kommunikationsforschung prägen.
Das Konferenzthema rückte dabei nicht nur gesellschaftliche Unterschiede, sondern auch die Kommunikationswissenschaft selbst in den Blick.Diskutiert wurden beispielsweise geschlechtsspezifische Ungleichgewichte im Publikationswesen, Sprachbarrieren für Forschende aus nicht englischsprachigen Ländern sowie die geringe Sichtbarkeit von Wissen aus dem Globalen Süden. Auch Forderungen nach einer stärkeren Internationalisierung und „Entwestlichung“ der Kommunikationsforschung spielten eine wichtige Rolle.
Mit mehr als 20 Wissenschaftler:innen war das Weizenbaum-Institut auf der Konferenz stark vertreten. Sie präsentierten aktuelle Forschung zu Digitalisierung und Kommunikation. Für Roland Toth vom Methods Lab endete die Konferenz mit einer besonderen Auszeichnung: Gemeinsam mit Douglas A. Parry, Fellow im Methodslab und Julius Kingelhoefer erhielt er den „Mobile Communication Top Paper Award“. Die prämierte Studie untersucht, wie Datenerhebungsmethoden auf Android-Smartphones und Mobile-Experience-Sampling das Verhalten von Studienteilnehmenden beeinflussen können. Die Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zum Verständnis, wie Forschungsmethoden das Smartphone-Nutzungsverhalten von Studienteilnehmenden beeinflussen können.
Über einen weiteren Erfolg konnten sich Xixuan Zhang und Yangliu Fan freuen: Sie erhielten den „Top Student Paper Award“.