Weizenbaum-Forscherin Milagros Miceli beim Prix Ars Electronica 2026 ausgezeichnet

06/22/2026

Die Weizenbaum-Forscherin Dr. Milagros Miceli ist beim Prix Ars Electronica 2026 mit dem Award of Distinction geehrt worden. Er ist einer der international renommiertesten Auszeichnungen für Medienkunst.

Ausgezeichnet wurde ihr Projekt „Data Workers’ Inquiry“, das die oft unsichtbare Arbeit hinter Künstlicher Intelligenz in den Fokus rückt. Die Arbeit wird vom 9. bis 13. September 2026 im Rahmen des Ars Electronica Festivals in Linz präsentiert.

„Viele KI-Systeme erscheinen automatisiert, basieren jedoch auf der Arbeit von Millionen Menschen weltweit. Mit „Data Workers’ Inquiry“ machen wir diese Arbeit sichtbar und tragen zur Debatte über faire Bedingungen und angemessene Regulierung bei“, sagt Milagros Miceli.

Am Weizenbaum-Institut leitet Miceli die Forschungsgruppe „Daten, algorithmische Systeme und Ethik“ sowie das Projekt „Data Workers’ Inquiry“. Im Fokus stehen Datenarbeiter:innen weltweit, die unter anderem Daten labeln, Inhalte moderieren und KI-Systeme trainieren. Ihre Arbeit ist grundlegend für das Funktionieren moderner Technologien und bleibt zugleich häufig unsichtbar. Das Projekt entwickelt Ansätze für bessere Arbeitsbedingungen, mehr gesellschaftliche Anerkennung und eine stärkere Regulierung.

Der Prix Ars Electronica wird seit 1979 im Rahmen eines internationalen Festivals für digitale Kunst in Linz vergeben und gilt als wichtige Plattform an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft. Unter dem diesjährigen Motto „Future Begins: Negotiating Humanity“ steht die Frage im Mittelpunkt, was Menschsein im 21. Jahrhundert bedeutet. Die Jury zeichnete „Data Workers’ Inquiry“ in der Kategorie „Digital Humanity“ (ehemals „Digital Communities“) mit einem Award of Distinction aus.

Das Projekt wird vom DAIR Institute, dem Weizenbaum-Institut und der Technischen Universität Berlin getragen.

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