Expertenkommission-Empfehlung: Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt stärken

06/25/2026

Die Unabhängige Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ hat heute ihre Handlungsempfehlungen an Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien übergeben.

Die Kommission, der auch Dr. Annika Baumann, Leiterin der Forschungsgruppe „Wohlbefinden in der digitalen Welt“ am Weizenbaum-Institut, angehört, legt damit einen umfassenden Vorschlag für einen zeitgemäßen Kinder- und Jugendschutz im digitalen Zeitalter vor.

Die Empfehlungen basieren auf der im April veröffentlichten Bestandsaufnahme und umfassen insgesamt 56 konkrete Maßnahmen. Im Mittelpunkt der Empfehlungen steht ein Zusammenspiel aus entwicklungsorientierten und verantwortungsbasierten Ansätzen. Die Kommission betrachtet dabei unterschiedliche Lebensphasen von Kindern und Jugendlichen sowie die Verantwortung von Politik, Plattformen, Bildungseinrichtungen, Eltern und weiteren gesellschaftlichen Akteuren. Die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen selbst wurden ebenfalls in die Erarbeitung einbezogen.

„Die digitale Welt muss sich an den Rechten, Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen ausrichten - nicht umgekehrt. Unser Ziel ist ein lernendes Umsetzungssystem, das Schutz, Befähigung und Teilhabe dauerhaft wirksam macht.", wie die Co-Vorsitzende Nadine Schön hervorhebt.

Auch der Co-Vorsitzende Prof. Dr. Olaf Köller betont die Ausrichtung der Handlungsempfehlungen auf diese drei zentralen Aspekte: „Kinder und Jugendliche vor dem zu bewahren, dem sie noch nicht gewachsen sind, sie zu befähigen, ihr digitales Leben selbst in die Hand zu nehmen und ihnen die Teilhabe zu ermöglichen, auf die sie ein Recht haben. “

Die vollständigen Empfehlungen mit detaillierten Problem- und Zielbeschreibungen sollen bis Mitte Juli veröffentlicht werden. Ein umfassender Abschlussbericht, einschließlich der Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung sowie der Stellungnahmen aus den Hearings, wird für September 2026 erwartet.

Handlungsempfehlungen der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“