Digitaltag 2026: Wenn Krisen digital werden

06/24/2026

Wie können digitale Technologien zu mehr Sicherheit beitragen? Das Weizenbaum-Institut erforscht Warnsysteme, Risiko- und Krisenkommunikation sowie KI für den Bevölkerungsschutz.

Ob Hochwasser, Waldbrände oder großflächige Stromausfälle: Krisen werden heute auch in digitalen Räumen bewältigt. Zum Digitaltag lohnt daher ein Blick auf die Frage, wie digitale Technologien zu mehr Sicherheit beitragen können. Forschende des Weizenbaum-Instituts untersuchen, wie Warnungen bei Naturgefahren wirken, wie Risiko- und Krisenkommunikation im digitalen Kontext funktioniert und welche Chancen und Herausforderungen der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Krisenmanagement mit sich bringt.

Im Mittelpunkt der Forschung steht die Frage, wie Menschen in Krisensituationen schnell, verständlich und vertrauenswürdig informiert werden können. Digitale Plattformen, soziale Medien und Warn-Apps spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Behörden, Einsatzkräfte und Betreiber kritischer Infrastrukturen, Informationen zu bündeln, zu bewerten und zielgerichtet zu kommunizieren.

„Digitale Technologien können helfen, Risiken früher zu erkennen und Menschen schneller zu warnen. Entscheidend ist, dass die Systeme verlässlich funktionieren und Vertrauen schaffen“, sagt Thomas Kox, Leiter der Forschungsgruppe Digitalisierung und vernetzte Sicherheit am Weizenbaum-Institut.
Die Forschungsgruppe untersucht digitale Warnsysteme bei Naturgefahren, Risiko- und Krisenkommunikation sowie vernetzte Sicherheitssysteme im Bevölkerungsschutz. Darüber hinaus erforscht sie, wie Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen die Bewältigung von Krisen unterstützen können – etwa durch die Analyse großer Datenmengen, die Erkennung von Risiken oder die Unterstützung von Entscheidungsprozessen.

Die Forschung zeigt: Digitale Technologien bieten neue Möglichkeiten für den Zivilschutz und das Krisenmanagement. Gleichzeitig stellen sich Fragen nach Transparenz, Nachvollziehbarkeit und dem verantwortungsvollen Einsatz von KI. Untersucht werden daher nicht nur technische Entwicklungen, sondern auch ihre gesellschaftlichen Auswirkungen.

Mit seiner Forschung liefert das Weizenbaum-Institut wichtige Erkenntnisse für einen zukunftsfähigen Bevölkerungsschutz in einer zunehmend digitalisierten Welt.

Interview mit Thomas Kox und Till Büser: KI, Maschinelles Lernen und Co. – Neue Wege im Krisenmanagement