Digitale Souveränität im Fokus der IHK: Weizenbaum-Institut setzt Impulse für Unternehmen
04/21/2026Digitale Souveränität gewinnt für Unternehmen zunehmend an strategischer Bedeutung. Welche ökonomischen und politischen Dimensionen der Begriff umfasst und warum er so unterschiedlich interpretiert wird, erläutert Dr. Esther Görnemann vom Weizenbaum-Institut in ihrer Keynote bei der Veranstaltung „Digitale Souveränität: Perspektiven für Unternehmen“ der IHK München und Oberbayern.
Unter dem Titel „Digitale Souveränität – ökonomische Herausforderung und politisches Gestaltungsziel“ ordnet die Wirtschaftsinformatikerin den Begriff wissenschaftlich ein. Digitale Souveränität sei mehr als ein politisches Schlagwort: „Je nachdem, wer sie fordert, sind damit unterschiedliche Ziele und Erwartungen verbunden“, so Görnemann. Diese Vielschichtigkeit mache den Begriff zugleich anschlussfähig und erklärungsbedürftig.
Für Unternehmen umfasst digitale Souveränität zentrale Fragen der digitalen Transformation – von der Wahl von Software und Cloud-Infrastrukturen über den Umgang mit Daten bis hin zum Einsatz Künstlicher Intelligenz. Dabei geht es nicht nur um technologische Unabhängigkeit, sondern um strategische Entscheidungsfähigkeit und langfristige Resilienz.
In ihrer Keynote zeigt Görnemann, dass sich der Diskurs nicht auf einzelne Maßnahmen wie Rechenzentrumsstandorte oder Open-Source-Lösungen reduzieren lässt. Vielmehr berührt digitale Souveränität grundlegende ökonomische und politische Gestaltungsfragen, die unterschiedliche Perspektiven aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft einbeziehen.
Die Veranstaltung bringt Expertinnen und Experten aus Forschung, Verwaltung und Unternehmen zusammen und vermittelt praxisnahe Ansätze, wie Unternehmen digitale Abhängigkeiten erkennen und ihre Handlungsfähigkeit stärken können.
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