Marcus Scheiber, M.A.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Über

Marcus Scheiber ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilprojekt DECORA (Decoding Online Right-Wing Antisemitism) am Weizenbaum-Institut. Im Rahmen des Verbundprojekts DAYVid untersucht er, wie antisemitische Kommunikationsstrategien auf YouTube multimodal – also im Zusammenspiel von Sprache, Bild und Plattformlogik – konstruiert werden. Sein Fokus liegt auf rechtsextremen und neurechten Kontexten sowie auf der Analyse codierter visueller und narrativer Muster.

Als Diskurssemiotiker verbindet er kritische Diskursanalyse, Internetlinguistik, Korpuslinguistik und Multimodalitätsforschung. Seine Arbeit verknüpft Antisemitismusforschung mit digitaler Medienanalyse und fragt, wie sich implizite, visuell gestützte und algorithmisch verstärkte Formen von Hasskommunikation in Videos, Memes und Kommentarsektionen manifestieren. Methodisch arbeitet er qualitativ-interpretativ und korpusbasiert.

Scheiber ist Mitherausgeber des Bandes Imagery of Hate Online (2025) und hat zur Weiterentwicklung des Decoding-Antisemitism-Ansatzes beigetragen. Seine Forschung ist in die interdisziplinäre Arbeit des Weizenbaum-Instituts eingebettet und zielt darauf, plattformspezifische Dynamiken antisemitischer Online-Radikalisierung sichtbar und analysierbar zu machen.

Projekt: DECORA – Decoding Online Right-Wing Antisemitism

Kontakt

Organisation
Decoding Antisemitism, Universität Vechta, Universität Wien

Forschungsfelder

Marcus Scheiber forscht zu:

  • Diskurssemiotik
  • Multimodalitätsforschung
  • Internetlinguistik
  • Korpuslinguistik
  • Antisemitismusforschung
  • Codierte visuelle Sprache in rechtsextremen Online-Diskursen