Franziska Zirker

Research Fellow

Über

Franziska Zirker forscht an der Schnittstelle von Science‑and‑Technology Studies und kritischer Sicherheitsforschung. Als Fellow am Weizenbaum‑Institut arbeitet sie in der Forschungsgruppe „Reorganisation von Wissenspraktiken“ an einem interdisziplinären Projekt, das untersucht, wie KI geopolitische Vorhersagen und digitale Frühwarnsysteme transformiert. Ziel ist, die Neukonfiguration von Krisenwissen zu verstehen, die daraus entstehenden (und versperrten) Handlungsoptionen zu analysieren und die veränderten Akteurskonstellationen zu kartieren.

Ihr akademischer Werdegang verbindet ein M.A. in Soziologie (Frankfurt) mit B.A.s in Politikwissenschaft und Sozialwissenschaften (Marburg). In ihrer Promotion am Sonderforschungsbereich Dynamiken der Sicherheit analysiert sie, wie „Echtzeit“‑Dashboards während der COVID‑19‑Pandemie den Gesundheitsnotstand bearbeitbar machten und rekonstruiert die Verschränkung politischer und technologischer Herausforderungen in der Produktion von Notstandswissen. Sie ist spezialisiert auf Feldforschung, Expert:innen‑Interviews, qualitative Situationsanalyse und kunstbasierte Methoden. Ihr methodisches Interesse gilt nicht nur dem Erlernen etablierter Techniken, sondern auch deren experimenteller Weiterentwicklung (etwa durch die Gestaltung von Collagen, die das visuelle Repertoire der Situationsanalyse ergänzen). Sie hat ihre Forschung auf internationalen STS‑, Soziologie‑ und International‑Relations‑Konferenzen präsentiert und ist Mitglied der DGS‑STS‑Sektion, von EASST und 4S. 

Forschungsgruppe: Reorganisation von Wissenspraktiken (01.04.-30.04.2026)

Kontakt

Organisation
Philipps-Univerität Marburg

Forschungsfelder

Franziska Zirker forscht zu:

  • Datentechnologien der Sicherheit
  • Forschung an der Schnittstelle von STS und kritischer Sicherheitsforschung