Falvia Saxler
Über
Flavia Saxler ist Doktorandin der Soziologie der Technologie an der Universität Cambridge. Während ihres Aufenthalts am Weizenbaum-Institut untersucht sie, wie digitale Meldesysteme, Notfall-Apps und KI-gestützte Support-Tools Sicherheit im Kontext geschlechtsspezifischer Gewalt operationalisieren. Ihr Fokus liegt darauf, wie soziale Probleme technisch übersetzt werden und wie sich dadurch Macht-, Sichtbarkeits- und Verantwortungsverhältnisse verändern.
Zuvor war sie als Recognised DPhil Student in Social Data Science am Oxford Internet Institute tätig. Ihr akademischer Hintergrund umfasst einen BA in Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie Betriebswirtschaftslehre (Universität Mannheim) und einen MPhil in Sociology of Media and Culture (University of Cambridge). Theoretisch arbeitet sie an der Schnittstelle von feministischen STS, kritischer HCI und Social Computing.
Flavia ist Student Fellow am Leverhulme Centre for the Future of Intelligence und Mitglied des Cambridge Reproduction Network. Ihre Promotion wird durch die Heinrich-Böll-Stiftung und das Sidney Sussex College gefördert. In ihrer aktuellen Arbeit entwickelt sie das Konzept der digitalen Sicherheitsarbeit, um die unsichtbare emotionale, kognitive und organisatorische Arbeit von Nutzerinnen sichtbar zu machen. Neben ihrer Promotion moderiert sie wissenschaftspolitische Veranstaltungen und arbeitet an Journalpublikationen. Zudem hat sie Erfahrung im FemTech-Startup-Umfeld, Venture Capital und NGOs, wo sie an Produktforschung und Innovationsprojekten im Bereich Frauen*gesundheit und Sicherheit mitgewirkt hat.
Gastwissenschaftlerin, Forschungsgruppe: Technik, Macht und Herrschaft (Januar - Mai 2026)
Forschungsfelder
Digitale Sicherheitstechnologien im Kontext von Gewalt gegen Frauen, mit besonderem Fokus auf KI-gestützte Systeme, Governance-Fragen sowie Macht- und Sichtbarkeitsdynamiken in datengetriebenen Infrastrukturen.