04.02.2026
18:30 Uhr - 20:00 Uhr | Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22–24, Besuchszentrum, 10623 Berlin
Rainer Mühlhoff: Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus
In seinem aktuellen Buch „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“ beschreibt der Autor Rainer Mühlhoff, wie politische Akteure wie Elon Musk und Donald Trump den Abbau staatlicher Verwaltung mit der Vision eines KI-Staates legitimieren, während führende Vertreter der Tech-Industrie KI als Lösung globaler Probleme inszenieren. Tatsächlich beruhe die KI-Ökonomie jedoch auf struktureller Ausbeutung und Entmenschlichung.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, warum öffentliche Diskurse von spekulativen Zukunftsbildern dominiert werden, anstatt die gegenwärtigen sozialen und politischen Schäden von KI zu thematisieren – und wie die autoritären, teils faschistischen Dynamiken im Zusammenspiel von Tech-Industrie und Neuer Rechter sichtbar gemacht werden können.
Rainer Mühlhoff, Professor für Ethik und kritische Theorien der Künstlichen Intelligenz an der Universität Osnabrück und ehemaliger assoziierter Wissenschaftler am Weizenbaum-Institut, stellt zunächst die zentralen Thesen seines Buches vor. Anschließend diskutiert er mit Theresa Züger, Forscherin am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, und Publikum über die politische Dimension von KI und Wege zu demokratischer Kontrolle. Die Moderation übernimmt Tobias Schmid (Agentur konnektiv).
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung statt.