10.11.2026

18:00 Uhr - 19:30 Uhr | Weizenbaum-Institut, Hardenbergstraße 32, 10623 Berlin

W. Patrick McCray: Power, Corruption, and Lies – Joe Weizenbaum and the Myth of ‘Thinking Machines’

Vortrag im Rahmen des Jubiläumsjahres „60 Jahre ELIZA, 50 Jahre Computerkritik”

Die Veröffentlichung von Joseph Weizenbaums Buch „Computer Power and Human Reason” im Jahr 1976 markierte einen Höhepunkt der frühen Kritik an der Künstlichen Intelligenz und den Informatikern, die sie vorantrieben. Es erschien in einer Zeit, die von erheblichem Pessimismus hinsichtlich der vermeintlich unausweichlichen Macht großer technologischer Systeme geprägt war. In seinem Vortrag wird der Historiker W. Patrick McCray die Hintergründe dieser Kritik beleuchten und die Geschichte von Weizenbaums einflussreichem Buch erzählen, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiert. Dabei wird McCray auch auf Weizenbaums Einfluss auf fachliche und öffentliche Debatten darüber eingehen, was Computer – und Informatiker – tun sollten und was nicht. Diese Kritikpunkte sind heute aktueller denn je.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Sie wird organisiert von Christian Strippel, Forschungsgruppenleiter am Weizenbaum-Institut.
 


Der Link zur Anmeldung folgt in Kürze.



Über W. Patrick McCray

W. Patrick McCray ist Professor am Department of History der University of California, Santa Barbara. In seinem neuesten Buch, README: A Bookish History of Computing from Electronic Brains to Everything Machines (MIT Press), vertritt er die These, dass Computer erst dann allgegenwärtig werden konnten, nachdem sich die Menschen zunächst mit Hilfe einer der ältesten Informationstechnologien der Welt – Bücher – mit ihnen vertraut gemacht hatten. McCray ist Mitglied der American Association for the Advancement of Science (AAAS) und der American Physical Society (APS). Von 2025 bis 2026 hatte er den Kluge Chair in Technology and Society an der Library of Congress inne.