Programmiercode und Titel der Veranstaltung "software-defined Germany" - Canva

Software-defined Germany - digitale Souveränität im KI-Zeitalter

10/27/2026

Anlässlich des Digital-Gipfels 2026 der Bundesregierung laden das Weizenbaum-Institut und die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) zu einem gemeinsamen Parlamentarischen Abend ein.

Künstliche Intelligenz hat die Debatte um die Entwicklung von Software stark verändert: Was Menschen früher Wochen gekostet hat, schafft KI in wenigen Stunden. Der Druck auf Unternehmen wächst und zugleich verschärft sich die Frage nach technologischen Abhängigkeiten von außereuropäischen Plattformen. Unter dem Titel „Software-defined Germany“ diskutieren am Dienstag, den 3. November 2026, ab 18:00 Uhr, Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft am Weizenbaum-Institut über die strategische Bedeutung von Softwarearchitekturen und die Sicherung digitaler Selbstbestimmung im Zeitalter Künstlicher Intelligenz.

Gemäß des Mottos des diesjährigen Digital-Gipfels „safe, sovereign, competitive“ beleuchten die Panelist:innen, wie sich dieser Anspruch einlösen lässt: Generative KI-Systeme verändern Wertschöpfungsketten und Arbeitsprozesse tiefgreifend und die Debatte um technologische Abhängigkeiten von außereuropäischen Plattformen verschärft sich zunehmends. Welche Rahmenbedingungen braucht es, um den Innovationsstandort Deutschland mit offenen, sicheren und wettbewerbsfähigen Softwarestrukturen resilient aufzustellen?

Auf dem Podium diskutieren

Dr. Markus Reichel MdB (Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung),
Christine Regitz (Head of SAP Women in Tech und ehemalige Präsidentin der GI)
Felix Ansmann (Digitalexperte, Bitkom)
Ann-Kathrin Katzinski (Associated Researcher, Weizenbaum-Institut).

Ann-Kathrin Katzinski: „Digitale Souveränität entscheidet sich nicht nur daran, welche Technologien wir nutzen und welche Abhängigkeiten wir damit eingehen, sondern auch daran, wie wir sie in der Praxis einsetzen. Unsere Forschung in der Softwareentwicklung zeigt, dass generative KI Aufgaben und Arbeitsabläufe verändert und damit auch verschiebt, welches Wissen und welche Kompetenzen wichtiger werden, was weiterhin selbst beurteilt werden muss und wer Verantwortung trägt. Ein souveräner Einsatz von KI braucht deshalb auch auf betrieblicher Ebene Zeit, Lernmöglichkeiten und klare Regeln sowie die Möglichkeit für Beschäftigte, diesen Einsatz mitzugestalten.“

Christine Regitz: „Software darf nicht nur als einzelne technische Komponente verstanden werden – also nicht wie ein Rad oder ein anderes Bauteil, das man entwickelt, zukauft und anschließend verbaut. Ihr eigentliches Potenzial entsteht dort, wo Unternehmen Produkte, Services und Geschäftsmodelle durch Software neu denken. Wenn wir das begreifen, müssen wir nicht Nummer drei im Rennen der anderen werden, sondern können dort führen, wo wir eigene Stärken haben. Gerade bei Small Language Models und spezialisierten, domänenspezifischen KI-Modellen kann Europa punkten.“

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