More-than-Human Commoning: Wie Algorithmen und Daten ökologische Teilhabe ermöglichen

10/08/2026

Wie verändern digitale Technologien unsere Beziehung zur Natur? Darüber diskutieren vier Panelist:innen aus der Wissenschaft in einer interdisziplinären Runde beim digitalen Weizenbaum Forum am 13. Oktober, 18:00 – 19:30 Uhr. Unter dem Titel „Design & Crises – More-than-Human Commons in Times of Climate Urgency“ wird beleuchtet, wie Tracking-Daten, Virtual Reality und neue Governance-Modelle die Schnittstelle zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit neu definieren können.

Ob das satellitengestützte Tracking von Zugvögeln oder die Simulation sterbender Ökosysteme mittels Virtual Reality (VR): Digitale Werkzeuge verändern fundamental, wie der Mensch die Natur wahrnimmt, mit ihr interagiert und ökologische Teilhabe neu gestaltet. Untersucht wird, wie durch vernetzte Datenströme neue Governance-Formen entstehen und wie beispielsweise Flüsse oder bedrohte Ökosysteme zukünftig als eigenständige, digital überwachte Rechtsträger agieren könnten.

Die Forschungsgruppe „Design, Diversität und New Commons“ am Weizenbaum-Institut stellt in diesem Kontext das Konzept des sogenannten „More-than-Human Commoning“ vor. Die Forschenden gehen der Frage nach, wie digitale Plattformen und Datenströme genutzt werden können, um Ressourcen gemeinschaftlich, nachhaltig und explizit über rein menschliche Interessen hinaus zu verwalten.

Interdisziplinäres Expert:innen- beim Weizenbaum Forum
Die gesellschaftlichen, rechtlichen und technologischen Dimensionen dieser Entwicklung diskutieren:

  • Felix Stalder (Professor an der Zürcher Hochschule der Künste) bringt seine Expertise zu digitaler Kultur und veränderten gesellschaftlichen Räumen ein.

  • Christian Stein (Forscher im Projekt „Matters of Activity“ an der Humboldt-Universität zu Berlin) beleuchtet die Schnittstelle von Virtualität, Sensorik und Naturprozessen.

  • Ariel Sánchez Meertens (Experte für restaurative Gerechtigkeit) erklärt, wie dieser rechtliche Ansatz statt auf klassische Bestrafung auf die aktive, messbare Wiedergutmachung von Schäden setzt.

Die Moderation des Gesprächs übernimmt Dr. Michelle Christensen, Leiterin der Forschungsgruppe „Design, Diversität und New Commons“ am Weizenbaum-Institut. Die Veranstaltung ist digital, kostenlos und findet in englischer Sprache statt. 

Die Veranstaltung auf einen Blick

Weizenbaum Forum: „Design & Crises – More-than-Human Commons in Times of Climate Urgency“, Dienstag, 13. Oktober 2026, 18:00 – 19:30 Uhr, digital

Hier finden Sie den Anmeldelink

Das Panel findet in englischer Sprache statt.

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