Weizenbaum-Forschungsgruppe beteiligt sich an Konsultation zur möglichen Einführung eines digitalen Euro

Weizenbaum-Wissenschaftler*innen fordern Schutz von Privatheit bei der Gestaltung eines digitalen Zahlungsmittels.

Am 2. Oktober 2020 veröffentlichte die Europäische Zentralbank (EZB) einen umfassenden Bericht über die mögliche Ausgabe eines digitalen Euro und lud kurz darauf zu einem öffentlichen Konsultationsverfahren ein. Die Forschungsgruppe „Vertrauen in Verteilten Umgebungen“ begrüßt die Initiative der Zentralbank und beteiligte sich an der Konsultation. Ein digitaler Euro wäre eine elektronische Form von Zentralbankgeld und könnte von der breiten Bevölkerung genutzt werden – genauso wie Bargeld, nur in digitaler Form: als schnelles, einfaches und sicheres Zahlungsmittel.

Aus Sicht der Forschungsgruppe besteht eine zentrale Herausforderung für die EZB darin, Innovation und Vertrauenswürdigkeit des digitalen Euro in ein gutes Verhältnis zu bringen. Gerade beim Thema der Privatheit sollte bereits durch die technische Ausgestaltung des Systems sichergestellt werden, dass sich Nutzer*innen auf ein Bargeld-ähnliches Schutzniveau verlassen können. Die Forschungsgruppe hofft auch in Zukunft auf einen partizipativen Diskussions- und Entwicklungsprozess zum digitalen Euro und beobachtet das Thema mit Interesse.

Die Stellungnahme der Forschungsgruppe finden Sie hier.

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