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Weizenbaum-Institut unterstützt globalen Klimastreik

Am 20. September 2019 schließen sich Wissenschaftler*innen des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft dem globalen Klimastreik und der Demonstration der Fridays-for-Future-Bewegung am Brandenburger Tor in Berlin an.

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Pressemitteilung


Ob tauende Permafrostböden, brennende Arktis-Wälder oder schmelzende Polarkappen: Der Klimawandel ist bereits heute Realität und vollzieht sich schneller als es das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) vorausberechnet hat. Wir bewegen uns aktuell ungebremst auf eine globale Klimakatastrophe zu, die Hungersnöte, Massenmigration und Ressourcenkriege zur Folge haben wird. Der Schutz des Klimas und unserer Lebensgrundlagen ist eine gemeinschaftliche Aufgabe, in der die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ebenso gefordert sind wie die Wissenschaft. Für einen wirksamen Klimaschutz bleibt nur noch wenig Zeit, aber noch ist ein Umlenken möglich. 

Das Weizenbaum-Institut unterstützt daher den Aufruf von Fridays for Future für globale Aktionen gegen den Klimawandel am 20. September 2019. Als Zeichen seines Protests wird das Institut am Aktionstag an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen und seine Webseite für 24 Stunden vom Netz nehmen.

Die kritische Stimme der Wissenschaft ist unverzichtbar

Weizenbaum-Direktorin Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker, die zugleich auch Mitglied von Scientists for Future ist, fordert: „Die kritische Stimme der Wissenschaft ist im politischen Diskurs zu den gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Transformation zur Nachhaltigkeit unverzichtbar. So ist beispielsweise Digitalisierung in den Dienst der Nachhaltigkeit zu stellen und am Gemeinwohl auszurichten. Auch das Weizenbaum-Institut ist hierzu mit seiner Forschung zu digitalisierten Gesellschaften und dem dazu nötigen Technikwandel gefordert und stellt sich der Aufgabe mit einem dedizierten Querschnittsthema zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit.“

Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil der Weizenbaum-Foschungsagenda

Das Weizenbaum-Institut hat Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit dauerhaft in seiner Forschungsagenda verankert. Grundlage hierfür bildet das aktuelle Hauptgutachten „Unsere gemeinsame digitale Zukunft“ des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für globale Umweltveränderungen (WBGU), dem Schieferdecker angehört. Insbesondere der im Gutachten beschriebene „normative Kompass“ mit den Elementen Menschenwürde, Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, Teilhabe und Eigenart findet sich in der Forschungsarbeit des Instituts wieder.

Die Verantwortung der Wissenschaft

Das Weizenbaum-Institut sieht Nachhaltigkeit als unabdinglichen Bestandteil der vernetzten Gesellschaft und beruft sich damit auf seinen Namensgeber, den deutsch-amerikanischen Informatikpionier Joseph Weizenbaum. Dieser setzte sich für nachhaltiges Handeln ein und sah vor allem die Wissenschaft in der Verantwortung, den weltpolitischen Zustand in eine lebensfördernde Richtung zu wenden: „Sicherlich, die am weitesten verbreitete Geisteskrankheit unserer Zeit ist die Überzeugung der Einzelnen, daß sie machtlos seien. Diese (selbsterfüllende) Delusion kommt bestimmt, als Einwand gegen meine These, an dieser Stelle in Spiel. Ich verlange ja, daß eine ganze Berufsgruppe sich weigert, an dem selbstmörderischen Wahnsinn unseres Zeitalters weiter mitzumachen.“

Das Medienbild ist verfügbar unter: http://cloud.weizenbaum.net/s/q5AnieWTGxxPd5c 
Bild Credits: Emilia Knabe/Weizenbaum-Institut

 

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